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Tobias Aichele, Geschäftsführer der Solitude GmbH, und Christoph Baer, Event- & Centermanagement MOTORWORLD Manufaktur Region Zürich

Tobias Aichele, Geschäftsführer der Solitude GmbH, und Christoph Baer, Event- & Centermanagement MOTORWORLD Manufaktur Region Zürich

Bildnachweis:
Christian Lienhard

Presse/Download

20. Mai 2021

MOTORWORLD Manufaktur Region Zürich: Sonderschau der „Big Bangers“, der PS-stärksten Rennwagen der Welt

Kemptthal, 20. Mai 2021. Motorsportfans sollten in den kommenden zwei Monaten einen Besuch der Motorworld Manufaktur Region Zürich einplanen: Vom 24. Mai bis zum 18. Juli 2021 realisiert die Solitude GmbH mit Unterstützung des Motorsport-Spezialisten Kuno Schär hier die Sonderschau „Big Bangers – die Interserie lebt“, eine Ausstellung in Erinnerung an die schnellste Rennklasse der Welt. 1970 ging die Interserie erstmals an den Start, Schweizer Persönlichkeiten und Marken spielten in ihr eine besondere Rolle.

Die PS-Show zeigt auf rund 200 Quadratmetern in der denkmalgeschützten Immobilie acht leistungsstarke Rennwagen mit dem Beinamen „Big Bangers“. Zur Verfügung gestellt haben sie Schweizer Sammler. Zeitgleich zeigt Aston Martin St. Gallen als Brückenschlag in die motorsportliche Neuzeit seltene Aston Martin Modelle. Darüber hinaus präsentiert Daniel Müller am 27. Mai die neu erschienene Biografie seines Vaters, der Schweizer Rennlegende Herbert „Stumpen-Herbie“ Müller. Ihm zu Ehren startet die Sonderschau am 24. Mai zu seinem 40. Todestag. Der Eintritt ist kostenfrei.

Für das Pop-up-Event in der Motorworld Manufaktur Region Zürich haben bedeutende Schweizer Sammler die Garagen geöffnet. Aus der „Autobau Erlebniswelt“ kommen ein Ferrari 512 sowie ein Porsche 917. Edi Wyss, „The Swiss Wiz”, stellt den McLaren M8, den George Loos von 1971 an erfolgreich pilotierte, zur Verfügung. Ebenfalls aus Sammlerhand stammen ein Lola-Coupé vom Typ T 70 sowie eine Spyder-Version des englischen Sport-Prototypen, und auch die berühmte Abarth-Sammlung von Engelbert Möll steuert ganz besondere Highlights bei. Erstmals sind beide 1970 gebauten Dreiliter Sport-Prototypen zusammen zu sehen: Die Vergaser-Version „3000 Sport Spider Prototipo“ sowie die Einspritzer-Ausführung „3000 Sport Prototipo“. Der Sauber C5-Siegerwagen von Herbert Müller wird diese einmalige PS-Show entsprechend abrunden.

Die schnellsten Europäer

1970 wurde die Interserie als europäisches Pendant zum amerikanischen Canadian-American Challenge Cup ins Leben gerufen. Porsche-Fahrzeuge dominierten mit dem Typ 917 die Rennserie von 1970 bis 1974. Die Meisterschafts-Sieger hießen 1970 Jürgen Neuhaus (917 Coupé), 1971 bis 1973 Leo Kinunnen (917 Coupé und 917/10 Spyder) sowie 1974 Herbert Müller (917/30 Spyder). Größte Gegner waren Fahrer wie Helmut Kelleners und George Loos mit den über 800 PS starken McLaren M8F. Aber auch die Ferrari 512 mit den rund 600 PS starken Zwölfzylinder-Triebwerken gehörten in den Anfangsjahren der Interserie noch zur Spitzengruppe. „Powered by Porsche“ waren die Marken Behnke, KMW und Tecno. Lolas T 70 stellte darüber hinaus eine solide Basis für die schnelle Sport-Prototypen-Klasse dar. Faszinierend schöne Exoten waren der Alfa Romeo 33 und die Dreiliter-Abarth. Ein Sauber C5 war 1976 mit dem Schweizer Herbert Müller erfolgreich. Neben ihm spielten vier weitere Schweizer Persönlichkeiten und Marken in der Interserie eine bemerkenswerte Rolle: Edi Wyss, Peter Sauber, Fredy Lienhard und Horag.

Edi Wyss – „The Swiss Wiz”

Der am 3. September 1942 geborene Edi Wyss aus dem Züricher Oberland ist die Verbindung zwischen allen. Er kam 1968 als Mechaniker zu McLaren nach England und begleitete Denny Hulm zum Weltmeisterschaftstitel in der Formel 1. Danach zog er als „Wandermechaniker“ um die Welt, unter anderem mit Joakim Bonnier, Clay Regazzoni und Herbert Müller. Vor 50 Jahren war „The Swiss Wiz“ – der Schweizer Zauberer – Jo Sifferts Rennmechaniker im CanAm-Cup und betreute dessen über 1000 PS starken Porsche 917/10. 1974 schließlich konstruierte Wyss für Peter Sauber den C4, den ersten Monocoque-Rennwagen des Schweizer Rennstalls. Danach gründete er in Zürich-Witikon seine eigene Werkstatt, mit dem Schwerpunkt auf klassische Ferrari.

Biografie von Herbert Müller

Herbert Müller konnte die Interserie 1974, 1975 und 1976 gleich dreimal gewinnen. Die ersten beiden Meisterschaften auf Porsche und 1976 schließlich mit einem Sauber C5-BMW. Dem Schweizer Spitzenfahrer zu Ehren beginnt die Sonderschau am 24. Mai 2021, 40 Jahre nachdem er beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring tödlich verunglückte. Im Rahmen der Ausstellung wird Daniel Müller, Sohn von Herbert Müller, am Donnerstag, 27. Mai, um 19 Uhr (Türöffnung 18:30 Uhr) die neu erschienene Biografie seines Vaters „Herbert Müller…alles zu langsam“ dem Publikum vorstellen. Eine breite Palette an Modellautos und Erinnerungsstücken von Herbert Müller, welche mit großem Aufwand vom Züricher Modellbauer René Killer zusammengetragen wurden, ist ebenfalls zu sehen.

Fredy Lienhard und Horag

Die „Autobau Erlebniswelt“ in Romanshorn ist Kooperationspartner der Big-Banger-Show. Inhaber Fredy Lienhard fuhr selbst in der Interserie einen Horag CanAm. Auf Basis von F 3000-Monocoques entstanden von 1987 an einige sehr erfolgreiche Fahrzeuge mit 3,5 Liter Formel 1-Motoren. Die Gesamtwertung der europäischen Interserie haben die Schweizer Rennwagenbauer 1995, 1996 und 1997 gewonnen. Diese Fahrzeuge markieren das Spektrum der letzten Generation der Interserie-Fahrzeuge. Das Reglement ließ den Konstrukteuren ungewöhnlich viel Freiheit. Die Meisterschaft wurde bis 2009 ausgetragen.

Motorsport erlebbar machen

Bereits im letzten Jahr sorgte die Veranstaltungsagentur Solitude GmbH in der Motorworld Region Stuttgart mit der Sonderausstellung „Big Bangers“ für Furore. Dazu Geschäftsführer Tobias Aichele: „Ich freue mich, dass unser Ausstellungskonzept in der Region Zürich so eine erfolgreiche Fortsetzung findet und freue mich, dass wir die große Bedeutung der Schweizer Persönlichkeiten und Rennställe in dieser europäischen Meisterschaft in Erinnerung rufen können.“ Der Motorsport-Enthusiast fährt fort: „Es ist mir wichtig, dass wir auch in diesen durch Corona geprägten Zeiten Motorsport im Rahmen der Möglichkeiten erlebbar machen.“

Seltene Aston Martin-Modelle

Möglich macht die Sonderschau eine Marke mit ausgeprägten motorsportlichen Genen: Aston Martin, genaugenommen Aston Martin St. Gallen. Als Brückenschlag in die motorsportliche Neuzeit stehen im Foyer der Ausstellungshalle während der ersten Ausstellungswoche vom 24. bis zum 30. Mai die „Aston Martin Vantage V12 Zagato Heritage Twins by R-Reforged“. Die auf 19 Fahrzeugpaare limitierte Sonderserie entsteht zum Jubiläum 100 Jahre Zagato und 60 Jahre Zusammenarbeit mit Aston Martin. Im Verlauf der Big-Bangers-Schau sind weitere Aston Martin Modelle zu sehen, darunter auch der Aston Martin V12 Vantage GT3 vom 12 Stunden Rennen in Bathurst und ein DB4 Continuation.

Informationen zur Anreise und den Öffnungszeiten finden Sie auf der Homepage der Motorworld Manufaktur Region Zürich unter www.motorworld.ch.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es bei Facebook oder auf Instagram (#interserie50) sowie auf der Homepage der Partneragentur infact.digital: www.big-bangers.com

Über die MOTORWORLD Group

Die Motorworld Group ist eine eigenständige Unternehmensgruppe, die aus der Unternehmensgruppe DÜNKEL Holding mit Sitz in Schemmerhofen (Baden-Württemberg, Deutschland) hervorgeht. Der Ursprung des familiengeführten Unternehmens geht auf das Jahr 1933 zurück. Die Motorworld Group entwickelt, baut und betreibt Erlebniswelten, die der mobilen Leidenschaft gewidmet sind.

Erster Standort ist die 2009 eröffnete und seither mehrfach erweiterte und preisgekrönte Motorworld Region Stuttgart in Böblingen. Weitere Projekte und Aktivitäten unter der Marke MOTORWORLD® wurden in den vergangenen Jahren initiiert. Nach dem gleichen Konzept wie die Motorworld Region Stuttgart eröffnete im Juni 2018 die Motorworld Köln-Rheinland. Hier findet sich eine der bedeutendsten Sammlungen des Motorsports: Die private Sammlung von Formel-1-Legende Michael Schumacher. Dem V8 Hotel der Motorworld Köln-Rheinland wurde im Jahr 2020 der International Hotel of the Year Award der Choice Hotels im Bereich Ascend Hotels verliehen. Im Mai 2021 öffnet auch die imposante Motorworld München ihre Tore.

Weitere in Planung und im Bau befindliche und bereits teilaktive Standorte sind die Motorworld Zeche Ewald-Ruhr, die Motorworld Luxembourg sowie die Motorworld Mallorca in Spanien. Dem Konzept der Motorworld Manufakturen folgen die Standorte in Berlin, Metzingen, Rüsselsheim und in Zürich in der Schweiz.